Bildergalerie

Am 27.04.2015 klopften sie den Grundstein symbolisch fest (v.l.n.r.): Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, Dr. Stefan Schaal, Dieter Broghammer, Dr. Michael J. Black, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Max-Planck-Präsident Prof. Dr. Martin Stratmann, Oberbürgermeister Boris Palmer, Uni-Rektor Prof. Dr. Bernd Engler.
Am 27.04.2015 klopften sie den Grundstein symbolisch fest (v.l.n.r.): Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, Dr. Stefan Schaal, Dieter Broghammer, Dr. Michael J. Black, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Max-Planck-Präsident Prof. Dr. Martin Stratmann, Oberbürgermeister Boris Palmer, Uni-Rektor Prof. Dr. Bernd Engler.
Der Inhalt der "Zeitkapsel": Forschungsberichte, Original-Veröffentlichungen, aktuelle Münzen, Max-Planck-Sondermünze, Stuttgarter Zeitung und Schwäbisches Tagblatt vom 27.04.15 sowie ein Tübingen-Bierkrug.
Der Inhalt der "Zeitkapsel": Forschungsberichte, Original-Veröffentlichungen, aktuelle Münzen, Max-Planck-Sondermünze, Stuttgarter Zeitung und Schwäbisches Tagblatt vom 27.04.15 sowie ein Tübingen-Bierkrug. [weniger]
Prof. Dr. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft erläutert seine Vision von künstlichen, intelligenten Systemen und vom "Robotics Valley" im Neckartal.
Prof. Dr. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft erläutert seine Vision von künstlichen, intelligenten Systemen und vom "Robotics Valley" im Neckartal. [weniger]
Die Baustelle von oben - das Untergeschoss wird erkennbar.
Die Baustelle von oben - das Untergeschoss wird erkennbar.

Grundsteinlegung

Grundsteinlegung für Neubau in Tübingen - 41 Millionen Euro Sonderfinanzierung des Landes Baden-Württemberg

Neckartal soll zum „Robotics Valley“ werden

28. April 2015

Die Max-Planck-Gesellschaft errichtet auf ihrem Campus in Tübingen einen neuen Institutsteil des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme. Am 27. April 2015 fand die Grundsteinlegung für das ehrgeizige Bauvorhaben statt. Im neuen Institutsgebäude werden ab 2017 ca. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vier wissenschaftlichen Abteilungen im zukunftsträchtigen Forschungsgebiet der intelligenten Systeme tätig sein.

Im Beisein von rund 120 geladenen Gästen, darunter Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, haben der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Prof. Dr. Martin Stratmann, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Oberbürgermeister Boris Palmer sowie der Rektor der Eberhard Karls Universität Tübingen Prof. Dr. Bernd Engler gemeinsam mit den Direktoren des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und den Architekten den Grundstein für den Forschungsbau gelegt.

Eine Sonderfinanzierung des Wissenschaftsministeriums Baden-Württemberg trägt die ca. 41 Mio. Euro Gesamtbaukosten des neuen Institutsbaus der Max-Planck-Gesellschaft. Auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern entstehen neben den 250 Arbeitsplätzen auch spezielle Experimentierbereiche wie Robotik-Labore, Optik- und Videolabore sowie biophysikalische Laborbereiche. Nach zwei Jahren Planung erfolgte der erste Spatenstich im September 2014. Das Gebäude soll im Frühjahr 2017 fertig gestellt sein.

„Was hier entstehe“, erklärte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, „sei eine besonders vielversprechende Neuausrichtung des Max-Planck-Instituts: Hier werden ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen, medizinische und IT-Kompetenzen gebündelt, um in diesem Feld der intelligenten Systeme zusammen zu arbeiten. Auch für die Wirtschaft in der Region ist das eine außerordentlich wichtige strategische Fragestellung, die hier auf einem hervorragenden Level wissenschaftlich bearbeitet wird. Und deswegen bin ich überzeugt davon: Das, was hier wächst, wird weit über die Landesgrenzen hinaus Wirkung entfalten“.

Das neue Max-Planck-Institut, das mit seinem Teilinstitut die vierte Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft in Tübingen ist, besteht seit März 2011. Sein Stuttgarter Standort, das ehemalige Max-Planck-Institut für Metallforschung, richtet sich seitdem neu aus. Die bisher drei Tübinger Abteilungen des Instituts sind bis zum Bezug des Neubaus in Gebäuden der benachbarten Max-Planck-Institute und des angrenzenden Technologieparks untergebracht.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme erforschen die Prinzipien von Wahrnehmen, Lernen und Handeln. Diese sind miteinander verbunden in einem Kreislauf bzw. Rückkopplungsmechanismus und somit Grundlage dafür, in verschiedenen Umgebungen erfolgreich zu agieren und sich der Umwelt anzupassen. Während in der Natur dieses Verhalten von allen Lebewesen, von Mikroorganismen bis zum Menschen, beherrscht wird, steht bei künstlichen „intelligenten Systemen“ diese Forschung noch am Anfang. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts studieren diese fundamentalen Prinzipien in Computer-Systemen sowie in Material- und bio-hybriden Systemen. Das Spektrum der Anwendungen reicht dabei von intelligenter Software bis zu autonomen Robotern auf allen Längenskalen.

Autonomen Robotern und virtuellen intelligenten Systemen, d.h. Algorithmen, kommt im Zuge von Industrie 4.0 in der Zukunft eine tragende Rolle zu. Das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme will gemeinsam mit den Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie weiteren Partnern dieses junge, aber immer wichtiger werdende Forschungsgebiet stärken und dazu beitragen, den Neckarraum Stuttgart-Tübingen zu einem internationalen Forschungs-Leuchtturm dieses Gebiets zu machen. Prof. Dr. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft betont: „Hier könnte Großes entstehen; in Zusammenarbeit mit der Industrie und mit den beiden Universitäten könnte sich so etwas wie ein „Robotics Valley“ im Neckartal entwickeln. Ein Robotics Valley, das alles zusammen führt: Industrielles Denken, Grundlagenforschung, anwendungsbezogene Wissenschaft, Fraunhofer-Forschung. Das könnte ein Hot Spot in Bereich der Robotik in Deutschland und in Europa werden.“

 
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