Intelligente Systeme: Wahrnehmen - Lernen - Handeln

Intelligente Systeme sind in der Lage, in einer komplexen, sich teilweise verändernden Umgebung erfolgreich zu agieren.

Die Mitarbeiter des MPI für Intelligente Systeme beschäftigen sich an zwei Standorten mit der grundlegenden Erforschung und Entwicklung von intelligenten Systemen. Das wissenschaftliche Konzept verbindet Forschungsexpertisen in den Bereichen der Material- und Computerwissenschaften sowie der Biologie.

Inspiriert worden ist das Konzept durch Beobachtungen, dass biologische Systeme ausgefeilte Fähigkeiten entwickelt haben, mittels Interaktion, Evolution und Lernen erfolgreich in komplexer Umwelt zu agieren. Obwohl bisher nur wenig verstanden, soll ein ähnlicher Ansatz verfolgt werden, um die Synthese von autonomen, lernenden Systemen zu untersuchen. Ein Verständnis solcher Systeme mag dazu dienen, zukunftsträchtige Systeme herzustellen, darunter auch synthetische (künstliche) oder biohybride Systeme. Mit physikalischen Systemen vom Nanobereich bis zu makroskopischen Skalen, sowie mit theoretischer und algorhytmischer Forschung, wird sich das Institut mit Themen hinsichtlich Wahrnehmen, Lernen und Handeln beschäftigen.

Damit besitzt das neu formierte Institut ein weltweites Alleinstellungsmerkmal, da es erstmals Expertisen in den folgenden Teilgebieten unter einem Dach bündelt: Sogenannte Lernende Materialsysteme, Mikro- und Nanorobotik sowie Selbstorganisation werden in Stuttgart erforscht; am Standort Tübingen untersuchen die Wissenschaftler Maschinelles Lernen, Maschinelles Sehen und Autonome Motorik.

Obgleich der Schwerpunkt auf der Grundlagenforschung liegt, besitzt das Institut ein hohes Potenzial für praktische Anwendungen, unter anderem bei innovativen Technologien auf Basis neuer Materialien, in der Robotik sowie in der Medizintechnik.